Wie der Schwimmbadbesuch den Stromverbrauch verringert

Wir bewegen uns viel zu wenig. Ein Besuch im Schwimmbad trägt nicht nur zur Verbesserung der Bewegungsbilanz bei, sondern kann auch die Stromrechnung und den Wasserverbrauch verringern.

Alle Hallenbäder und die meisten Freibäder verlangen von ihren Badegästen, dass sie vor dem Betreten des Beckens duschen. In den meisten Bädern kontrollieren die Bademeister die Einhaltung dieser Vorschrift und weisen Badegäste, die an der Dusche vorbei in das Bad gelangen wollen, ebenso freundlich wie bestimmt zurück. Die Notwendigkeit, vor dem Schwimmen eine Dusche aufzusuchen, lässt sich zum Stromsparen nutzen.

Wenn Badegäste nicht während des Tages, sondern bereits am frühen Morgen das Schwimmbad besuchen, müssen sie nicht zusätzlich im eigenen Badezimmer duschen. Der Besuch der Dusche im Schwimmbad ist ohnehin obligatorisch und auch erforderlich, wenn der Badegast frisch geduscht in der Halle oder im Freibad ankommt. Der Bademeister kann schließlich nicht wissen, welche Gäste verschwitzt sind und welche Besucher direkt aus ihrer eigenen Dusche kommen. Ein Duschgang kostet etwa einen Euro, die genauen Kosten richten sich nach der Länge des Duschens sowie nach den zu zahlenden Preisen für Wasser und Strom. Dieser Euro lässt sich einsparen, indem Badegäste das Schwimmbad an einem freien Tag oder während ihrer Spätschicht am frühen Morgen besuchen und auf die heimische Dusche verzichten. Eine Doppeldusche innerhalb eines kurzen Zeitraums ist für die Haut ohnehin nicht zu empfehlen. Bedenken hinsichtlich eines möglichen Körpergeruchs auf dem Weg zum Schwimmbad sind unnötig, wenn der Badegast mit dem Fahrrad dorthin fährt. Bei der Verwendung öffentlicher Verkehrsmittel überdeckt eine geringe Menge an Deodorant oder Parfüm den morgendlichen Körpergeruch ebenfalls für den kurzen Zeitraum bis zum Erreichen des Bades. Saubere Kleider zum Anziehen nach dem Schwimmbadbesuch lassen sich leicht in der Sporttasche mitnehmen. Den Besuch der Dusche nach dem Aufenthalt im Wasser schreibt die Badeordnung zwar nicht vor, er ist zum Abspülen der Chlorreste von der Haut dennoch sinnvoll.

Ölabscheider

Ein Ölabscheider ist erforderlich, wenn anfallende Öle im Abwasser das Wasser verschmutzen können. Wichtige Einsatzgebiete der Ölfilter von 3nine oder anderen Herstellern sind Tankstellen, Autowerkstätten und Waschstraßen. Die Gefahr der Wasserverschmutzung durch auslaufendes Öl ist der Hauptgrund für das Verbot der Autowäsche auf dem eigenen Hof. Diese war bis in die 1970er Jahre weitgehend üblich, ist heute jedoch nicht mehr statthaft. Zudem ist der Besuch einer Waschstraße auch wirtschaftlich sinnvoll, da alleine für das Erwärmen des zum Autowaschen benutzten Wassers eine große Menge an Strom benötigt wird. Zudem spart die Waschstraße dem Autobesitzer Arbeit und bewirkt eine gleichmäßige Außenreinigung des Kraftfahrzeuges.

Ölabscheider unterliegen strengen Wartungsvorschriften. Einmal je Monat ist eine vereinfachte Kontrolle durch einen Sachverständigen durchzuführen. Dabei prüft er neben der Schichtdicke, ob die Alarmfunktion bei einer erreichten Ausschöpfung der Sammelfähigkeit des Ölabscheiders ebenso wie dessen automatische Schließung in diesem Fall funktioniert. Des Weiteren führt der Sachverständige eine einfache Sichtkontrolle des Wasserstandes sowie einer eventuell eingetretenen Verstopfung des Ölabscheiders durch. Im Rahmen der erweiterten halbjährlichen Wartung kontrolliert der Sachverständige den Koaleszenzeinsatz und reinigt diesen. Des Weiteren führt er bei Bedarf die Reinigung und die Entleerung des Ölabscheiders durch. Die vorgeschriebenen Reinigungsintervalle lassen sich auf ein Jahr erweitern, wenn die Anlage ausschließlich der Reinigung von Regenwasser dient. Als Sachkundiger kann ein Mitarbeiter ebenso wie der Eigentümer der Tankstelle, der Waschanlage, der Kfz-Werkstatt oder eines vergleichbaren Betriebes wirken, nachdem er durch den Hersteller des Ölabscheiders oder eines Berufsverbandes einschließlich der Industrie- und Handelskammer eingewiesen wurde.

Die Wirksamkeit eines Ölabscheiders beruht darauf, dass sich Fette und Wasser nicht beziehungsweise schwer miteinander vermischen. Die Anlage setzt sich aus den drei Bestandteilen Schlammfang, Abscheider und Probenentnahme zusammen und fasst zwischen sechshundert und fünftausend Litern. Moderne Abscheider müssen über einen selbsttätigen Abschluss verfügen, damit bei starker Beanspruchung kein Öl unkontrolliert in den Wasserkreislauf gelangen kann. Weitere Zubehörteile eines Ölabscheiders sind die Steuereinheit sowie zwei Sonden, wovon eine die Ölschichtstärke misst und die zweite den Aufstau regelt.

Wie ökologisch ist Wasserkraft?

Wasserkraftwerke sind keine vollkommen neue Erfindung, denn an natürlichen Wasserfällen wurden bereits im Mittelalter Mühlen errichtet. Hinsichtlich der Ökobilanz erfolgt die Bewertung der Wasserkraft nicht eindeutig, zumal moderne Kraftwerke mit wesentlich mehr Eingriffen in die Natur als frühere Wassermühlen verbunden sind. Das trifft in einem erhöhten Maß zu, wenn für die Stromerzeugung nicht nur vorhandene natürliche Quellen wie Wasserfälle genutzt, sondern Stauseen und andere Kunstbauten angelegt werden. In vielen Bundesstaaten der USA gilt der aus Wasserkraft gewonnene Strom wegen der starken Eingriffe in die Natur nicht als förderungswürdige Energie aus erneuerbaren Quellen.

Die Stromerzeugung aus Wasserkraft nutzt eine natürliche Ressource und verbraucht diese nicht. Zugleich entsteht wegen der nicht stattfindenden Verbrennung kein klimaschädliches Gas. Dieser Vorteil gilt allerdings nicht für den Betrieb von Stauseen, da es hierbei zu einer starken Methanbildung kommt. Für die Errichtung einer Wasserkraftanlage wird zwar Energie benötigt, während ihrer Lebensdauer erzeugt das Kraftwerk jedoch eine wesentlich größere Strommenge als für seine Errichtung aufgewendet wurde. Problematisch ist bei großen Wasserkraftwerken jedoch, dass ihr Betrieb in den natürlichen Lauf von Gewässern eingreift. Auf diese Weise verringert sich die Fließgeschwindigkeit eines Flusses oder Baches, wodurch Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem entstehen. Für Fische und andere Wasserlebewesen bilden Wasserkraftwerke Hindernisse auf dem Weg durch den Fluss. Frühere Mühlräder haben zumeist nur einen Teil der Wasserfläche eingenommen, so dass die Tiere auf ihren Wanderungen an diesen vorbeikamen. Moderne Wasserkraftanlagen nehmen hingegen oftmals die gesamte Breite eines Flusses ein. Damit Wanderfische dennoch die entsprechenden Anlagen passieren können, werden bei neuen Anlagen Fischtreppen beziehungsweise Fischaufstiege errichtet. Diese ermöglichen Fischen ihre natürlichen Wanderungen zu Laichplätzen.

Eine besondere Situation entsteht bei der Verwendung von Wasser als Speichermedium in Pumpspeicherkraftwerken. Da es sich bei deren Becken um Kunstbauten handelt, greift ihr Betrieb nicht in natürliche Gewässer ein. Ihr Bau ist jedoch mit einem großen Landschaftsverbrauch verbunden.

Wann verweigern Netzbetreiber die Stromdurchleitung?

Die Marktrollentrennung schreibt vor, dass Energieunternehmen ihren Netzservice und ihren Vertrieb voneinander trennen. Zugleich ist der Netzbetreiber grundsätzlich verpflichtet, für alle Stromlieferanten den Strom zu identischen Bedingungen weiterzuleiten. Von dieser Verpflichtung bestehen Ausnahmen, wenn der Stromversorger seinen finanziellen Verpflichtungen gegenüber dem Verteilnetzbetreiber nicht nachkommt.

Verbraucher finden auf ihrer jährlichen Stromrechnung den Rechnungsbetrag nach zahlreichen Positionen aufgeschlüsselt, worunter auch die Kosten für die Netznutzung fallen. Diese richten sich nach der Menge des bezogenen Stroms und sind vom Stromversorger an den Verteilnetzbetreiber zu zahlen. Des Weiteren erhebt der Netzbetreiber im Auftrag der jeweiligen Gemeinde die Konzessionsabgabe und leitet diese an die Kommune weiter. Das Entgelt für die Netznutzung unterliegt der Aufsicht durch die Netzagentur. Diese genehmigt die beantragten Netznutzungsentgelte, wenn diese die Kosten widerspiegeln und keine überhöhten Gewinne bewirken. Der Genehmigungsvorbehalt der Netzkosten ist sinnvoll, da hinsichtlich der Netznutzung kein Wettbewerb möglich ist.

Die Verteilnetzbetreiber können mögliche Zahlungsausfälle nur begrenzt in ihre Preiskalkulation einfließen lassen, da die Netzagentur an deren Plausibilität strenge Maßstäbe anlegt. Zugleich besteht die Verpflichtung zur Abführung der Konzessionsabgabe auch, wenn der Netzbetreiber die dafür berechneten Einnahmen nicht erhält. Da der Betrieb der Stromnetze ebenfalls mit Kosten verbunden ist, sind Verteilnetzbetreiber auf die ordnungsgemäße Begleichung ihrer Rechnungen angewiesen. Sie dürfen Stromversorgern die weitere Stromdurchleitung durch ihre Netze untersagen, wenn diese das dafür berechnete Entgelt über einen längeren Zeitraum nicht bezahlen.

Das übliche Verfahren bei wiederholten Zahlungsversäumnissen eines Stromlieferanten besteht darin, dass die Netzbetreiber von ihnen Vorkasse verlangen. Wenn der Lieferant diese nicht leistet, kündigen die Verteilnetzbetreiber den Durchleitungsvertrag. Eine Insolvenzanmeldung führt grundsätzlich zu einer Kündigung des Netznutzungsvertrages, in den bisherigen Fällen hatten zumindest einige Netzbetreiber den insolventen Versorgern bereits zuvor gekündigt.

Für den Verbraucher bedeutet die Kündigung der Netznutzungsvertrages, dass sein bisheriger Stromversorger keine Belieferung mehr vornehmen kann. Er fällt automatisch in die Ersatzversorgung durch den örtlichen Grundversorger und muss keinen Unterbrechung der Stromlieferung befürchten.

Ökologische Probleme bei Windrädern

Windräder verbrauchen bei ihrer Stromerzeugung keine primären Energieträger, da ihre einzige Energiequelle der in den meisten deutschen Gebieten regelmäßig und ausreichend wehende Wind ist. Die bei der Erzeugung und dem Transport von Windrädern benötigte Strommenge ist durchaus beachtlich, wird aber durch die Erzeugungsleistung jeder einzelnen Windkraftanlage bereits nach wenigen Jahren ausgeglichen. Somit bieten Windräder augenscheinlich ideale Bedingungen für eine umweltgerechte Stromerzeugung. Tatsächlich sind Windkraftanlagen jedoch nur ökologisch, wenn bei ihrer Errichtung auf Naturschutzbelange geachtet wird.

Die größte Herausforderung an die Planung neuer Windkraftanlagen besteht darin, die Windräder an Orten aufzustellen, wo sie Zugvögeln nicht gefährlich werden. Die Tiere erkennen ein Windrad nicht als Gefahrenquelle, so dass viele von ihnen qualvoll in den Flügeln verenden. Da Zugvögel üblicherweise bewährten Routen folgen, lässt sich die von einer Windkraftanlage ausgehende Gefahr für die Vogelwelt verringern. Voraussetzung ist lediglich, die Windräder außerhalb der Flugrouten von Zugvögeln aufzubauen. In der Vergangenheit haben Ingenieure bei der Planung von Windkraftanlagen nicht hinreichend mit Biologen zusammengearbeitet, so dass viele Anlagen exakt in typischen Vogelzuggebieten stehen und für viele Zugvögel zur tödlichen Falle werden. Wenn diese Standorte künftig vermieden werden, erhöht sich die positive Ökobilanz von Windstrom beträchtlich.

Auch Offshore-Anlagen zur Erzeugung von Windstrom sind ökologisch nicht unbedenklich, wobei Meeresbiologen zwei entgegengesetzte Auffassungen vertreten und mit Beispielen belegen. Einheitlich sind sie sich hinsichtlich der Lärmbelästigung während der Bauphase eines Offshore-Windparks. Die dabei entstehende Geräuschkulisse irritiert die Orientierung von Schweinswalen und anderen auf ihr Gehör angewiesenen Tieren. Ob der Betrieb von Offshore-Windanlagen ebenfalls zu einer Lärmverschmutzung im Meer und damit zu Orientierungsverlusten von Meeressäugern führt, ist hingegen umstritten. Einige Biologen führen als Vorteil der Anlagen an, dass die Artenvielfalt nach dem Bau der Anlagen zunimmt. Im Gegensatz zu Zugvögeln sind auf dem Meer jagende Vögel offensichtlich in der Lage, die Gefahr zu erkennen und ihre Beute nicht in der Nähe der Rotorblätter zu suchen.

Sind Windkraftanlagen Sehenswürdigkeiten oder negativ für das Landschaftsbild?

Wenn Orte vom Fremdenverkehr leben, wehren sich Bürgermeister gemeinsam mit Betreibern von Hotels und Restaurants mitunter gegen den Bau von Windkraftanlagen. Sie befürchten, dass Windräder sich negativ auf das Landschaftsbild auswirken und künftig Gäste ausbleiben werden. In einigen Fällen wurde sogar von einer Verschandlung der Naturlandschaft durch Windräder gesprochen. Andere Orte haben hingegen Windräder in ihr touristisches Angebot integriert und bewerben diese als zusätzliche Sehenswürdigkeiten.

Eine Störung der Nachtruhe entsteht durch Windräder nicht, da diese wegen des mit ihrem Betrieb verbundenen Geräuschpegels außerhalb von Wohngebieten errichtet werden. Inzwischen achten Kommunen auch darauf, Windkraftanlagen nicht in der Nähe von Campingplätzen und Badestränden zu planen. Auch die Platzierung von Windrädern neben einer Sehenswürdigkeit wie einer alten Burg ist nicht empfehlenswert und wird in den meisten Fällen vermieden. Von auf ihren Wanderwegen stehenden Windrädern fühlen Touristen sich hingegen kaum gestört. Sie nehmen diese vielmehr als Bestandteil der örtlichen Wirtschaft wahr und betrachten sie durchaus als Sehenswürdigkeiten. Einige Gemeinden fördern diese Betrachtungsweise und veranstalten Vorträge zur örtlichen Windenergieerzeugung und bieten Führungen durch den Windpark an. Touristen nehmen diese Angebote gerne wahr und erhalten auf diese Weise einen Einblick in die Energieerzeugung aus Windkraft.

Einige Windkraftanlagen sind mit Aussichtsplattformen ausgerüstet und bieten Touristen somit die Möglichkeit eines weiten Blicks über die Landschaft. In Aachen steht die Besucherwindanlage Windfang, wo eine Wendeltreppe auf die von einer Glaskapsel umgebende Aussichtsplattform führt. Eine weitere Windkraftanlage mit Aussichtsplattform wurde für die Weltausstellung im Jahr 2000 auf dem Kronsberg in Hannover-Bemerode erbaut. Die älteste deutsche Windkraftanlage mit einer entsprechenden Plattform steht seit 1998 im ostfriesischen Holtriem. Die gesamte Anlage besteht aus vierzig Windrädern, von diesen trägt eines die Aussichtskuppel. Die Anlage hat die Einnahmen der nicht direkt an der Nordseeküste gelegenen Gemeinde durch den Tourismus spürbar erhöht. Die Stadt Zoetermeer in den Niederlanden rechnet die Windkraftanlage mit Aussichtsplattform ebenfalls zu ihren Sehenswürdigkeiten.

Die Insolvenz von Flexstrom und Tarife mit Vorkasse

Im April 2013 musste mit Flexstrom erneut ein preiswerter Stromversorger Insolvenz anmelden. Diese betraf auch die Ökostrom anbietenden Tochtergesellschaften Löwenzahn und Optimalgrün und zeigte erneut, dass Tarife mit Vorkasse für den Stromverbraucher gefährlich sein können.

Kein Kunde wurde bei Flexstrom und den Tochtergesellschaften zur Bezahlung einer Vorkasse gezwungen. Vielmehr bestanden bei allen von der Insolvenz betroffenen Versorgern Tarifmodelle mit und ohne Vorkasse. Wenn Verbraucher ihren wahrscheinlichen Stromverbrauch vorausbezahlt hatten, erhielten sie jedoch einen deutlichen Preisnachlass gegenüber Tarifen mit monatlichen Abschlägen. Verbraucherschützer raten regelmäßig von Vorkassentarifen ab, da die Kundengelder im Falle einer Insolvenz in die Insolvenzmasse eingehen. Somit erleiden Verbraucher Verluste, wenn sie ihren Stromverbrauch bereits zu Beginn des Lieferjahres bezahlt haben und ihr Versorger insolvent wird. Dass Flexstrom als Mitursache für die Insolvenz die schlechte Zahlungsmoral der Kunden angab, ist ein Hinweis darauf, dass die meisten Verbraucher sich gegen Vorkassentarife entschieden hatten.

Der Insolvenzverwalter erstellt eine Abschlussrechnung zu dem Datum, an welchem die Belieferung durch Flexstrom endete. Hierbei handelt es sich zumeist um das Datum der Kündigung des Netzzuganges durch den jeweiligen Netzbetreiber. Sollte dieser gegenüber Flexstrom keine Kündigung aussprechen, bleibt der Liefervertrag bis zur ordnungsgemäßen Kündigung durch den Kunden oder durch den Insolvenzverwalter bestehen. Während der Verbraucher eine Stromnachzahlung von Flexstrom an den Insolvenzverwalter bezahlen muss, wird das vorhandene Guthaben Bestandteil der Insolvenzmasse. Stromkunden in Vorkassentarifen haben fast immer Guthaben, da sie bereits den erwarteten Verbrauch eines Jahres bezahlt hatten, während die Insolvenz bereits nach einigen Monaten Vertragslaufzeit eingetreten ist.

Das Beispiel von Flexstrom und zwei Tochterunternehmen zeigt erneut, dass Tarife mit Vorkasse für den Verbraucher Risiken bergen. Dasselbe gilt bei überhöhten Abschlägen, zumal diese faktisch mit einer teilweisen Vorkasse vergleichbar sind. Idealerweise wählen Verbraucher nicht nur Stromtarife mit monatlichen Abschlägen, sondern vergleichen zusätzlich die Höhe der Vorauszahlungen auf die Jahresabrechnung regelmäßig mit dem aktuellen Verbrauch. Eine Anpassung der Abschlagszahlungen ist bei Stromtarifen mit monatlicher Zahlung grundsätzlich möglich.

Wann kann nach einer Insolvenz des Stromlieferanten der Vertrag gekündigt werden?

Nicht wenige Verbraucher glauben, dass die Insolvenz ihres bisherigen Stromversorgers automatisch zu einem Sonderkündigungsrecht führen würde. Diese Vermutung ist jedoch nicht richtig. Stattdessen ist der Stromliefervertrag grundsätzlich auch bei der Insolvenz des Lieferanten zu erfüllen, so dass eine Kündigung nur zu den vertraglich vereinbarten Bedingungen möglich ist. Das gilt selbstverständlich nicht, wenn der bisherige Versorger auf Grund seiner Insolvenz keinen Strom mehr liefern kann.

Ein Sonderkündigungsrecht besteht jedoch, wenn der gewählte Stromversorger seinen Lieferverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Das trifft regelmäßig zu, wenn der Verteilnetzbetreiber wegen ausgebliebener Zahlungen für die Netznutzung den Durchleitungsvertrag kündigt. Wenn der Verbraucher den Vertrag nicht beendet, gilt die Stromlieferung durch den insolventen Versorger lediglich als unterbrochen und lebt wieder auf, sobald der Netzbetreiber gegenüber dem Insolvenzverwalter oder einem möglichen Nachfolgeunternehmen die Bereitschaft zur erneuten Stromdurchleitung signalisiert. Bei bisherigen Insolvenzen von Stromlieferanten wie Riva und Teldafax wurde der Unternehmensbetrieb nach der Insolvenz nicht fortgesetzt, so dass die Belieferung auch ohne Vertragskündigung zum Datum der nicht mehr möglichen Stromdurchleitung endete. Nicht zuletzt zur Gewährung der Rechtssicherheit sollten Verbraucher von Flexstrom und verbundenen Unternehmen ihren Vertrag kündigen, sobald sie von der Unmöglichkeit der Stromdurchleitung durch ihren gewählten Lieferanten erfahren. Die entsprechende Mitteilung geht üblicherweise in der Form eines Begrüßungsschreibens durch den Grundversorger ein, da dieser zur Übernahme der Stromlieferung verpflichtet ist. Des Weiteren lässt sich aus der Presse und aus Veröffentlichungen auf der Webseite des Netzbetreibers entnehmen, dass dieser einem konkreten Lieferanten infolge der Insolvenz beziehungsweise wegen hoher Außenstände die Durchleitung untersagt hat. Da der Grundversorgungsvertrag keine Bindungsfristen kennt, können Kunden eines insolventen und nicht mehr lieferfähigen Versorgers sich mit der Wahl eines neuen Lieferanten grundsätzlich Zeit lassen. Allerdings sind Grundversorgungsverträge deutlich teurer als Wahltarife, welche auch vom örtlichen Grundversorger angeboten werden. Darum sollten Verbraucher sich nach einigen Wochen für einen neuen Liefervertrag entscheiden und dabei auch die wirtschaftliche Lage des neuen Stromversorgers beachten, soweit diese bekannt ist.

Möglichkeiten zur Geldanlage in erneuerbare Energien

Erneuerbare Energien bieten Privatpersonen interessante Möglichkeiten für die Geldanlage. Hierbei können Anleger zwischen Aktien und Investmentfonds sowie Direktbeteiligungen an Erzeugungsanlagen wählen.

Eine Geldanlage in Aktien im Bereich der erneuerbaren Energien verbindet idealerweise unterschiedliche Produktionsstufen miteinander. So lassen sich sowohl Anteile an Energieversorgern als auch Aktien der Erzeuger von Solarzellen oder Windrädern erwerben. Die entsprechenden Papiere versprechen eine regelmäßige Dividende, welche für an langfristigen Erfolgen interessierte Anleger wichtiger als der kurzfristige Kursgewinn ist. Auf Sicherheit bedachte Geldanleger entscheiden sich für den Erwerb von Anteilen an Investmentfonds mit erneuerbaren Energien als Anlageschwerpunkt. Viele der Fonds kombinieren bei ihrer Anlagestrategie nachwachsende Energien mit anderen Cleantech-Bereichen. Anteile an offenen Fonds lassen sich jederzeit wieder verkaufen. Eine Geldanlage in Investmentfonds ist wesentlich sicherer als der direkte Erwerb von Aktien weniger Unternehmen. Trotz der eigentlich guten wirtschaftlichen Situation für erneuerbare Energien mussten einige Hersteller von Solarzellen ihren Betrieb einstellen, da diese in Asien wesentlich günstiger als in Europa produziert werden können. Anleger können einmalig eine größere Anzahl an Fondsanteilen erwerben, am beliebtesten sind aber monatliche Sparraten. Die dabei zu leistende Mindestrate unterscheidet sich je nach Fondsgesellschaft, beträgt aber selten mehr als fünfzig Euro.

Eine Direktanlage in erneuerbare Energieträger bieten neben Stadtwerken auch größere Erzeuger an. Der Anleger finanziert mit seiner Einlage einen Teil der Errichtungskosten von Windparks oder kleineren Kraftwerken und erhält für die meisten Beteiligungen eine Mindestverzinsung zuzüglich einer Erfolgsbeteiligung. Vergleichbare Anlageformen werden auch für den Holzanbau zur Energiegewinnung angeboten. Während die Höhe der Mindestverzinsung garantiert wird, richtet sich der Betrag der Erfolgsbeteiligung je nach Geschäftsmodell nach der Menge des erzeugten Stroms oder nach dem wirtschaftlichen Erfolg. In beiden Fällen sind Ertragsschwankungen möglich, welche auf Grund der attraktiven Mindestverzinsung aber nicht zu Verlusten führen können. Ein Nachteil der direkten Beteiligung an Erzeugungsanlagen ist bei privat betriebenen Anlagen oftmals die hohe Mindesteinlage, während Stadtwerke bei einer Überzeichnung der entsprechenden Anleihe häufig Investoren mit einem Wohnsitz innerhalb ihres ursprünglichen Versorgungsgebietes bevorzugen.

Stromverbrauch in der Familie senken

In vielen Familien verbringen die Eltern ihre Freizeit vorwiegend im Wohnzimmer, während sich die Kinder in ihren eigenen Zimmern aufhalten. Ein gelegentliches Zurückziehen der Kinder ist sinnvoll, das fast vollständige getrennte Leben unter einem Dach schadet aber nicht nur dem Familienleben, sondern führt zugleich zu einer enormen Erhöhung der Stromrechnung. Nicht nur das Licht brennt in mehreren Räumen, mitunter laufen auch Fernsehgeräte mit demselben Programm im Wohnzimmer und im Jugendzimmer. Dass sich Strom innerhalb einer Familie sparen lässt, wenn ihre Mitglieder sich häufiger gemeinsam in einem einzigen Zimmer aufhalten, leuchtet sofort ein. Zugleich verbessert das gemeinsame Sitzen im Wohnzimmer die sozialen Kontakte innerhalb der Familie, denn auch wenn alle Mitglieder lesen oder gespannt auf das Fernsehgerät schauen, unterhalten sie sich gleichzeitig zumindest ein wenig. Natürlich benötigen Kinder und Eltern gelegentlich etwas Abstand voneinander, dieser ist aber sicher nicht an jedem Abend erforderlich.

Noch extremer als beim getrennten Lesen oder Fernsehen steigt der Stromverbrauch bei der Nahrungszubereitung für einzelne Familienmitglieder. Die gemeinsame Einnahme aller Mahlzeiten ist auf Grund unterschiedlicher Arbeitszeiten und Unterrichtszeiten selten möglich, aber einige gemeinsame Essenszeiten lassen sich mit etwas gutem Willen einführen. Wenn am frühen Morgen zunächst die Tochter und fünfzehn Minuten später die Mutter Eier aufsetzt und Kaffee kocht, ist der Stromverbrauch unnötig hoch. Selbst moderne und sparsame Eierkocher und Kaffeemaschinen brauchen naturgemäß mehr Strom, wenn sie mehrmals benutzt werden.

Stromsparmöglichkeiten innerhalb der Familie bietet nicht nur das gemeinsame Verrichten notwendiger oder beliebter Tätigkeiten, sondern auch der Verzicht auf unnötigen Luxus trägt hierzu bei. Da heute so gut wie jedes Handy über einen integrierten Wecker verfügt, sind mit Strom betriebene Radiowecker im Elternschlafzimmer und in jedem Kinderzimmer überflüssig. Das elektrische Brotmesser schneidet das Brot deutlich lauter und teurer, aber nicht besser als ein ganz normales zum Brotschneiden geeignetes Messer. Eine weitere häufige Stromverschwendung ist das Laufenlassen des Fernsehgerätes als Hintergrundgeräusch während der Hausarbeit, denn das Radio erfüllt dieselbe Aufgabe mit einem deutlich geringeren Stromverbrauch.