EEG – Erneuerbare-Energien-Gesetz

EEG ist die Abkürzung für das Erneuerbare-Energien-Gesetz. Dieses Gesetz schreibt den Vorrang erneuerbarer Energieträger bei der Energieerzeugung vor und verpflichtet die Netzbetreiber, den entsprechend erzeugten Strom vorrangig in ihre Stromnetze einzuspeisen.
Die Netzbetreiber müssen ihre Netze zugleich dazu ertüchtigen, den gesamten mit alternativen Energieträgern erzeugten Strom ohne jede Einschränkung aufnehmen zu können.
Zugleich sind sie verpflichtet, den Einspeisern eine vom Gesetzgeber festgelegte Einspeisevergütung zu zahlen, diese ist höher als der Verkaufspreis der Energie. Auf diese Weise wird die dezentrale Einrichtung von Anlagen zur alternativen Stromerzeugung gefördert.

In der Öffentlichkeit wird das EEG hinsichtlich des in ihm definierten Vorranges erneuerbarer Energien nur sehr wenig diskutiert. Die öffentliche Diskussion dreht sich vielmehr überwiegend um die Frage der Weitergabe der durch das EEG entstehenden Kosten an den Endverbraucher. Für jedes Jahr wird ein Wert ermittelt, welcher als EEG-Beitrag in die Kalkulation des Strompreises einfließt, auf der Rechnung ist der entsprechende Preisanteil gesondert auszuweisen. Der entsprechende Wert ändert sich jährlich zum ersten Januar. Sehr viele Versorger haben auch in die Geschäftsbedingungen ihrer mit einer Preisgarantie ausgestatteten Tarife einen Passus eingefügt, wonach sie die Belastungen aus dem Erneuerbare-Energie-Gesetz an ihre Kunden weitergeben dürfen, so dass die Preise bei einer gestiegenen EEG-Umlage ansteigen können. Im Gegenzug sind sie selbstverständlich verpflichtet, auch eine gesunkene EEG-Belastung an ihre Kunden weiterzugeben. Der gewünschte Ausbau der Stromerzeugung mittels alternativer Energien hat in den letzten Jahren zu einem regelmäßigen Anstieg der Belastung des Strompreises durch das EEG geführt, für das Jahr 2011 beträgt die EEG-Umlage einheitlich für das Bundesgebiet 3,530 Cent pro Kilowattstunde.

Verbraucherverbände kritisieren, dass die Energieversorger die Kosten der gestiegenen EEG-Umlage sofort einpreisen, während sie mit der verstärkten Nutzung erneuerbarer Energie verbundene Kostensenkungen bei ihrer Preisgestaltung nicht berücksichtigen.
Dauerhaft wird die Nutzung alternativer Energiequellen jedoch zu einer Senkung des Strompreises führen, da die entsprechenden Primärenergieträger unentgeltlich zur Verfügung stehen.

Wie sinnvoll sind Strom-Festpreisprodukte und eine Preisgarantie?

Festpreisprodukte schützen den Stromkunden vor einer Erhöhung des Strompreises, da sie ihm eine Preisgarantie für einen Zeitraum von zumeist zwei oder drei Jahren geben. Während viele Anbieter einen Aufpreis für den Verzicht auf eine künftige Preiserhöhung fordern, sind die entsprechenden Tarife bei wenigen Unternehmen (u.a. RWE) günstiger als die Grundversorgung.
Nicht unter die Preisgarantie fällt die Erhöhung staatlich verordneter Abgaben und Steuern, zu diesen zählen die meisten Energieversorger auch die Abgabe aus dem Gesetz zur Förderung erneuerbarer Energien (wörtlich Erneuerbare Energien Gesetz = EEG). Da eine jährliche Erhöhung dieser Abgabe fast als sicher anzusehen ist, bleiben die Preise trotz der Preisgarantie in den meisten Fällen nicht vollkommen konstant.

Trotz der wahrscheinlichen Verteuerung des Stroms zu jedem Jahreswechsel auf Grund der EEG-Abgabe sind Festpreisprodukte sinnvoll, da sie vor Preiserhöhungen wegen gestiegener Beschaffungskosten schützen. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass die Preise für Strom regelmäßig steigen.

Wenn allerdings eine Senkung des Strompreises erfolgen sollte, bleibt für die Kunden eines Festpreisvertrages dieser wirksam, so dass sie nicht von der Reduzierung der Strompreise profitieren. Wer mit einer baldigen Absenkung der Preise beim Strom rechnet, sollte tatsächlich keinen Vertrag über ein Festpreisprodukt abschließen. In den letzten Jahren sind die Preise aber fast jährlich gestiegen, so dass ein Festpreis für den Verbraucher zu Einsparungen geführt hat.

Dass die Energieversorger bei einer allgemeinen Tarifsenkung auf die bei der Vereinbarung des Festpreises genannten Preise bestehen, ist keineswegs böswillig. Jeder Versorger hat die Strommenge, welche er für die Belieferung seiner Kunden mit einem Festpreisprodukt benötigt, bei den Produzenten ebenfalls zu einem fixen Preis eingekauft.

Ein Festpreisvertrag gilt selbstverständlich immer nur für eine konkrete Verbrauchsstelle, jeder Sondervertrag wird bei einem Umzug automatisch mit der Abmeldung des Kunden beendet. Für die neue Wohnung kann dann ein neuer Sondervertrag abgeschlossen oder die Grundversorgung gewählt werden.