Wenn die Stromrechnung nicht pünktlich bezahlt werden kann

Für die Stromrechnung sind monatliche Abschläge zu leisten. Am Ende des Abrechnungszeitraums erfolgt eine Ablesung des Zählers, auf Grund derer eine Jahresabrechnung (JAR) erstellt wird. Wenn der Nachzahlungsbetrag sehr hoch ist, kann der Kunde bei den meisten Anbietern eine Ratenzahlung vereinbaren. Dafür ist jedoch der umgehende Anruf beim Versorger wichtig, da einige Lieferanten für die Gewährung einer Ratenzahlung voraussetzen, dass sich der Kunde vor der Fälligkeit der Rechnung meldet. Andere Lieferanten akzeptieren eine Ratenzahlung auch noch nach dem Fälligkeitsdatum.

Abschläge können hingegen in der Regel nicht in Raten gezahlt werden, da es sich bei ihnen schon um als Vorleistung auf die Jahresrechnung zu überweisende Teilzahlungen handelt. In Einzelfällen kann der Mitarbeiter des Stromversorgers jedoch einen Zahlungstermin verschieben oder zumindest eine Mahnsperre setzen, welche in der Kundenwahrnehmung der Erlaubnis für eine verspätete Zahlung gleichkommt. Sollte es auf Grund einer verspäteten Anmeldung oder einer verspäteten Abrechnung dazu kommen, dass der erste Abschlag für mehrere Monate geleistet werden muss, kann der Mehrfachabschlag auf Wunsch des Kunden auf alle Abschlagstermine aufgeteilt werden.

Wenn die Stromrechnung über das Abbuchungsverfahren bezahlt wird, muss der Anruf wegen eines Zahlungsaufschubes einige Tage vor dem geplanten Abbuchungstermin erfolgen, da der Datenaustausch mit der Bank einen gewissen Vorlauf erfordert.

Auf keinen Fall darf der Kunde bei ihm bekannten Zahlungsschwierigkeiten auf einen Anruf beim Versorger verzichten. Wenn er ohne Absprache nicht pünktlich zahlt, wird ihm eine Mahnung zugesandt. Diese ist nicht nur kostenpflichtig, sie kann auch dazu führen, dass ein späterer Antrag auf einen günstigen Sondervertrag abgelehnt wird, da die Versorger diesen vom Einhalten vereinbarter Zahlungstermine abhängig machen können.